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FU18 - zwei Punkte aus dem Toggenburg

Sudler Chrigi 19.01.2019

Einmal mehr durften wir heute nach Nesslau reisen, aber was macht man nicht alles um Handball spielen zu können. Nach dem tollen Match vom letzten Samstag war heute wieder die Devise – Spass am Spiel vor Resultat!

Durch berufliche Abwesenheiten unter anderem auch unserer Torfrau sah das Matchblatt halbleer aus – glücklicherweise durften wir vom FU16 nach der ersten Halbzeit einen ihrer Goalies klauen, welche nach Nesslau nachreiste und dank perfektem Timing 25 Minuten vor Spielbeginn in der Halle eintraf. Es reichte sogar noch fürs Einwerfen. Herzlichen Dank Alicia und dem ganzen FU16 für diese Aushilfe!!

Die Oberländerinnen waren motiviert und starteten konzentriert ins Spiel. Keine Kräfte verschenken und trotzdem auf Tempo spielen. Eigentlich fast paradox, aber wenn man mit Köpfchen spielt tatsächlich möglich. So gezeigt am heutigen Tag. Alle waren voll dabei, nutzten die Pausen auf der Bank um zuzuschauen und das Spiel zu lesen und nicht um über anderes zu quatschen, waren voll dabei wenn sie wieder eingewechselt wurden und zeigten fairen, quirligen Handball! Die Torhüterin war ein starker Rückhalt, wurde aber auch von einer soliden Verteidigung unterstützt und die Eigenheiten der einzelnen Gegnerinnen waren relativ schnell durchschaut. Man stellte sich darauf ein und hatte sie mit der Zeit im Griff.

Die Nesslauerinnen wurden dann noch durch eine etwas fragwürdige direkte rote Karte leicht geschwächt. Fragwürdig deshalb, weil das Spiel eigentlich durchwegs sehr fair war und keine Zickereien auftraten. Der erfahrene Schiri hatte jedoch eine Unsportlichkeit gesehen und sie geahndet. Nach diesem kleinen Schock (das ganze passierte bei einem Angriff der Toggenburgerinnen und wir interpretierten die rote Karte im ersten Moment als Strafe gegen uns) hatten sich aber alle Spielerinnen auf dem Feld schnell wieder gefangen. In der Pause hiess es in diesem nicht gerade torreichen und von zwei starken Verteidigungen geprägten Spiel 7:5 für die Gäste.

Auch in der zweiten Halbzeit wurde fleissig ausprobiert. Die in den letzten Trainings geübte neue Auslösung wollte zwar noch nicht so recht klappen und es herrschte manchmal kurzzeitig sichtlich Verwirrung auf dem Feld, wenn «di Neu» angesagt wurde (ja weli «Neu» jetzt?), aber nach einigen Versuchen wurde auf das altbekannte Repertoire zurückgegriffen, was super funktionierte.

Einziger Wermutstropfen – ja die cheibe Penalties!! Vielleicht sollten wir mal ein Training diesem Thema widmen… Noch zu viele Chancen vergeben wir vom Siebenmeter-Punkt…

Die SG Züri Oberland führte von Spielbeginn an und verwaltete den Vorsprung über die ganzen 60 Minuten hinweg. Es wurde bis zum Schluss gefightet, jede Spielerin leistete ihren wichtigen Beitrag und es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, die diesen Sieg ermöglichte. 15:11 lautete das Schlussresultat und erstmals nach mehreren Austragungen dürfen wir aus einer Partie gegen den HC Büelen Nesslau zwei Punkte mitnehmen.