Oberland erfüllt die Pflicht
Im gestrigen Ligaspiel gegen den TV Thalwil gingen die Oberländer als klare Favoriten ins Rennen. Ein Sieg gegen das im Tabellenkeller befindliche Team aus Thalwil war Pflicht. Doch ein Selbstläufer würde es nicht werden, denn erst in der vergangenen Woche hatte der TV Thalwil mit einem überraschenden Sieg gegen den HC Andelfingen ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Oberländer ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken. Nach einer kurzen Abtastphase zündeten sie den Turbo und setzten sich deutlich ab. Bereits zur Halbzeit lagen sie mit neun Toren in Front. In der zweiten Halbzeit schalteten sie dann in den Verwaltungsmodus, wodurch Thalwil noch einmal etwas herankam. Am Ende stand jedoch ein ungefährdeter 31:25 (17:8) Sieg auf der Anzeigetafel.
1. Halbzeit: Oberland demonstriert seine Stärke
Die Oberländer waren durch die letzten starken Auftritte der Thalwiler gewarnt. Der TV Thalwil hatte erst in der Vorwoche den HC Andelfingen deutlich besiegt und sich damit im Abstiegskampf zurückgemeldet. Zu Beginn der Partie war ein vorsichtiges Abtasten auf beiden Seiten zu erkennen, was für einen ausgeglichenen Spielstand sorgte. Schlussmann Christoph Nick hatte jedoch genug von dieser Zurückhaltung: Er verbarrikadierte sein Tor und trieb seine Vorderleute energisch an. Die Oberländer schalteten daraufhin mehrere Gänge hoch und überforderten die Thalwiler mit ihrem Tempo. Nach 30 Minuten hatten sie sich einen komfortablen Neun-Tore-Vorsprung erarbeitet und konnten beruhigt in die Kabine gehen.
2. Halbzeit: Verwaltungsmodus reicht aus
In der Pausenansprache war jedem Spieler klar, dass die ersten Minuten der zweiten Halbzeit entscheidend werden würden. Thalwil würde sicherlich versuchen, noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Umso wichtiger war es, dass die Oberländer an ihre Leistung aus der ersten Halbzeit anknüpfen. Dies gelang nicht vollends, doch es reichte, um die Thalwiler auf Distanz zu halten. Die zweite Halbzeit bot dann nur wenige Highlights: Beide Teams ließen die Defensivarbeit phasenweise komplett schleifen, wodurch sich ein Torfestival entwickelte. Letztlich reichte der Verwaltungsmodus der Oberländer jedoch aus, um die nächsten zwei Punkte einzufahren. Endstand: 31:25 (17:8).
Fazit:
In der ersten Halbzeit zeigten die Oberländer eindrucksvoll, warum sie aktuell an der Tabellenspitze stehen und welche Qualität im Kader steckt. In der zweiten Halbzeit offenbarte sich jedoch erneut, dass es ihnen schwerfällt, ihr Spiel über die vollen 60 Minuten konstant durchzuziehen. Zwar hatte dies in der Schlussrechnung keine Auswirkungen, doch die Oberländer verloren den zweiten Durchgang mit 14:17 – ein Aspekt, den sie im Hinterkopf behalten sollten. Nichtsdestotrotz wurde die Pflichtaufgabe souverän gemeistert und die nächsten beiden Punkte gesichert. Am kommenden Sonntag geht es auswärts gegen die SG Volketswil/Witikon um die nächsten Zähler.
Nächstes Spiel: Sonntag, 09.02., um 15:45 Uhr – Volketswil, Gries.
Gegner: SG Volketswil / Witikon