, Frefel Adrian

Oberland zurück in der Erfolgsspur

Handball Züri Oberland vs SC Volketswil 29:24 (13:13)

Nach dem emotionalen und enttäuschenden Ausscheiden aus dem Zürcher Regionalcup gegen die Zürcher Albis Foxes stand heute wieder ein Ligaspiel an. Die Oberländer empfingen den SC Volketswil zum letzten Spiel in der Walenburg. Ziel war es, eine Reaktion auf die zuletzt zwei verlorenen Spiele zu zeigen und zur alten Stärke zurückzukehren. In der ersten Halbzeit war davon jedoch kaum etwas zu sehen. Erst im zweiten Durchgang erhöhten die Oberländer das Tempo und die Qualität im Spiel, was letztendlich zu einem Vorsprung von fünf Toren führte. Am Ende konnten die Oberländer den Weg zurück in die Erfolgsspur feiern. Endresultat: 29:24 (13:13).

1. Halbzeit: Oberland wirkt verunsichert
Der Beginn der Partie erinnerte stark an die letzten schwachen Auftritte der Oberländer. Die Angriffe wurden nicht sauber zu Ende gespielt, dem Ball fehlte die nötige Sorgfalt und in der Defensive agierte man meist nur halbherzig. All das spielte den Gästen aus Volketswil in die Karten und wie erwartet entwickelte sich ein ruppiges, kämpferisches Spiel. Die zahlreichen kleinen Nickligkeiten, die sich immer wieder auf dem Feld abspielten, sorgten dafür, dass dieses Spiel in der ersten Halbzeit für die Zuschauer sicherlich kein Leckerbissen war. Mit einem 13:13-Unentschieden ging es in die Halbzeitpause und den Oberländern war klar, dass im zweiten Durchgang eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein würde.

2. Halbzeit: Es geht doch!
Die Ansprache von Headcoach Alexandar Bunjak in der Pause war unmissverständlich: Jetzt musste eine Reaktion folgen! Die Mannschaft sollte endlich ihre Stärken konsequent ausspielen und in der Defensive als Team auftreten. Mit Wut im Bauch und der eindringlichen Stimme des Coaches im Kopf starteten die Oberländer in die zweite Halbzeit und siehe da: Es funktionierte! Plötzlich wurden die Angriffe konzentriert und sauber abgeschlossen und in der Defensive stellte man sich den wuchtigen Angriffen der Volketswiler entschlossen entgegen. Besonders beeindruckend war die Leistung des „Feriengastes“ Christoph Nick, der eindrucksvoll bewies, dass eine mehrwöchige Auszeit keinen Einfluss auf seine Klasse hat. Dank dieser geschlossenen Mannschaftsleistung setzten sich die Oberländer mit einem Fünf-Tore-Vorsprung ab, den sie bis zum Ende der Partie nicht mehr hergaben. Nach 60 Minuten durfte endlich wieder ein Sieg bejubelt werden. Endresultat: 29:24.

Fazit:
Die Oberländer fanden in der zweiten Halbzeit wieder zu ihrer alten Stärke aus der Hinrunde zurück. Die Mannschaft schaffte den Turnaround und agierte endlich wieder als Einheit. Auch wenn die erste Halbzeit mehr Harakiri als soliden Handball bot, muss man auf der Leistung des zweiten Durchgangs aufbauen und diese am kommenden Samstag bestätigen.

Nächstes Spiel: Samstag, 01.02., um 16:30 Uhr – Fehraltorf, Heiget.
Gegner: TV Thalwil